Das Grundprinzip des Kohlenstoffs zeigt sich dem imaginativen Blick als wunderbare Rautenform, gleichsam als Kraftstruktur, die allem Leben Stabilität verleiht. Gemeinsam mit dem lichtvollen, farbig schillernden Sauerstoff bildet er als CO2 die vielfältigen Zusammenhänge, in denen sich das Leben der Erde entwickeln konnte.
Den alten Alchemisten folgend, die in der physischen Transformation der Stoffe die schöpferische Wandlungsfähigkeit des menschlichen Geistes suchten und im Kohlenstoff den „Stein der Weisen“ fanden, schauen wir auf den inneren Zusammenhang zwischen der menschlichen Atmung und der Pflanzenwelt. Im Fokus steht das CO2 hier jedoch nicht als problematisches Treibhausgas, sondern als äußerer Ausdruck einer tiefen Verbundenheit von Mensch und Umwelt.
In der Verfolgung des luftgewordenen Kohlenstoffs im Atemprozess und bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe weitet sich der Blick über die stofflichen Zusammenhänge und weist über ethischen Fragestellungen hinaus in eine spirituelle Dimension.
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Rezension auf dasgoetheanum.com
Mit freundlicher Genehmigung aus:
ANTHROPOSOPHIE / Vierteljahrsschrift zur anthroposophischen Arbeit in Deutschland, Nr. 314, Weihnachten 2025:
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